Salzburger Volkskultur im Hellbrunner Monatsschlössl

Von Trachten bis hin zu diversen Gegenständen aus dem bäuerlichen Alltag

Im Hellbrunner Monatsschlössl befindet sich seit 1924 die volkskundliche Sammlung des Salzburg Museum – kurz Volkskundemuseum. Hier bekommt man einen spannenden Einblick in die Salzburger Kultur mit Zeugnissen des Brauchtums, der Wohnkultur und der Volksmedizin. Ein weiteres Highlight sind die für die Salzburger Gaue typischen Trachten.

Volkskundemuseum in Hellbrunn von außen gesehen.
Monatsschlössl CC0 Pixabay

Zugang und Panorama-Ausblick

Um zum Volkskundemuseum zu gelangen passiert man einen Weg durch den Hellbrunner Park und den Wald auf den Hellbrunner Berg. Beim Museum angekommen hat man einen herrlichen Blick auf die Festung Hohensalzburg und auf den Park und Schloss von Hellbrunn.

Ein Herr blickt über Hellbrunn weg nach Salzburg
Hellbrunn to Salzburg © Österreich Werbung, Fotograf: Nina Baumgartner

Das Volkskundemuseum

Das Museum selbst überzeugt die Besucher mit einer vielfältigen volkskundlichen Sammlung. Zuerst beginnt das Museum mit einem Dauerausstellungsbereich. Diese Ausstellung wurde 2009 neu gestaltet und erstrahlt seitdem in einem einheitlichen Vitrinen- und Wandeinbautensystem mit einer besonderen Atmosphäre im Stil der ländlichen Spätrenaissance. Im ersten Stock befindet sich eine Schau über Tobi Reiser. Dieser war einer der berühmtesten Volksmusikanten des 20. Jahrhunderts sowie erster Geschäftsführer des Salzburger Heimatwerks. Im sogenannten „Großen Saal“ sind Trachten aus den einzelnen Gauen des Landes Salzburg aufgestellt. Hier erfahren die Besucher zugleich die wichtigsten Bräuche des Landes, wie zum Beispiel über das Prangstangentragen im Lungau, dem Krampuslaufen oder dem Trestern im Pinzgau.

Zu den besonderen Highlights des Museums gehören die Figuren des Lungauer Samson mit seinen Zwergenbegleitern und die Pongauer Schönperchten mit ihrem einzigartigen Kopfschmuck. Sie erreichen eine Höhe von bis zu über zwei Metern und ein Gewicht bis zu 45 Kilogramm. Zu finden gibt es auch einen Ausstellungsraum zum Thema Möbel und Brautaussteuer. Hier sind das Mobiliar einer Schlafkammer und zahlreiche Gegenstände aus dem bäuerlichen Alltag zu sehen. Gegensätzlich präsentiert sich das üppig ausgestattete und verzierte Prunkzimmer.

Weiters sind Heiligenfiguren, Altäre, Andachtsbilder sowie Hinterglasbilder ausgestellt. Ein eigenes Zimmer ist dem Gründer der Volkskundlichen Sammlung, Karl Adrian, gewidmet. Dieses ist im Stil der damaligen Zeit eingerichtet.

Ausstellungszeiten des Museums

Das Museum hat von Ende März bis Anfang November jeden Tag von 10 bis 17:30 Uhr geöffnet. Im Winter hat das Volkskundemuseum geschlossen. Weitere Details