Zwei Salzbergwerke in der Nähe von Salzburg

ideale Ausflugsziele in jeder Jahreszeit und auch bei Schlechtwetter

In früheren Zeiten hat das Weiße Gold Salzburg Reichtum und Einfluss gebracht. Heute bringen die beiden Salzbergwerke in der Nähe von Salzburg Spaß und Abenteuer. Im Rahmen von spannenden Touren tauchen die Besucher ein in die Welt des Salzes und bekommen einen Eindruck vom Leben und Arbeiten der Menschen, die das Weiße Gold an das Tageslicht brachten.

Die Salzbergwerke Hallein und Berchtesgaden sind das ideale Ausflugsziel in jeder Jahreszeit und jedem Wetter.

Salzwelten Hallein – das älteste Schaubergwerk der Welt

Am Standort Hallein wurde bereits 400 v. Chr. Salz von den Kelten abgebaut. Die Kelten sicherten durch den Salzabbau ihre Lebensgrundlage. Heute kann man auf den Wohlstand durch aufwändige Alltagsgegenstände, wie zum Beispiel kunstvolle Kannen, schließen. Diese Gegenstände können im Keltenmuseum Hallein besichtigt werden. Auch Stücke aus Gold oder Koralle werden dort ausgestellt. Dies zeigt, dass die Kelten auch Handel über die Landesgrenzen hinaus betrieben haben.
Ein Ende der Salzgewinnung trat mit dem Einzug der Römer auf. Im 12. Jahrhundert startete der Salzabbau jedoch erneut durch die Fürsterzbischöfe von Salzburg. Die barocken Prachtbauten in der Stadt Salzburg bezeugen den Reichtum aufgrund des Salzes. Der aktive Abbau des Weißen Goldes wurde 1989 offiziell beendet. In den rund 800 Jahren wurden etwa 12 Millionen Tonnen Salz erzeugt.

Tour durch das Bergwerk

Der Besuch der Salzwelten Hallein startet mit der Fahrt der Grubenbahn ins Herz des Dürrnberges. Bei der Fahrt in das Bergwerk bekommen die Besucher schrittweise einen Eindruck von dem Schicksal der Menschen, die unter Tag arbeiteten.

Ein weiteres Highlight stellen die zwei langen Bergmannsrutschen dar, auf der die Besucher ähnlich wie die Bergmänner im raschen Tempo zu dem unterirdischen Salzsee gelangen. Dort angekommen wartet eine faszinierende Show aus Licht und Musik. Bei mystischer Stimmung wird der See mit einem Floß aus Holz befahren.

Mehr über den Alltag prähistorischer Bergleute erfährt man im Keltendorf SALINA. Originalgetreue Nachbauten der Wohnhäuser und Werkstätten ermöglichen einen einmaligen Einblick in das Leben vor über 2.500 Jahren. Weitere Informationen über die Kelten erhält man beim Besuch des Keltenmuseums in Hallein. Der Besuch eines der wichtigsten archäologischen Fundorte der Eisenzeit in Mitteleuropa ist mit der Salzwelten-Eintrittskarte kostenlos.

Die Salzwelten Hallein sind für Besucher ab 4 Jahren das ganze Jahr geöffnet. Auf festes Schuhwerk sollte nicht vergessen werden. Unterschiedliche Themenführungen, Ausstellungen und Veranstaltungen werden das ganze Jahr über angeboten und auch spezielle Touren für Kinder sind ein ganz besonderes Erlebnis für die Kleinen.

Salzbergwerk Berchtesgaden – eines der weltweit innovativsten Erlebniszentren des Salzabbaus

Mit der Eröffnung der SalzZeitReise gelang es ein modernes Erlebnisbergwerk zu schaffen, ohne auf Bewährtes und Liebgewonnenes zu verzichten. Seit 1517 ist das Salzbergwerk Berchtesgaden ohne Pause im Betrieb. Salz ist im „Haselgebirge“ eingeschlossen und dieses Mischgestein enthält im Durchschnitt 50 % Salz. Mit Hilfe von Süßwasser wird das Salz aus dem Gestein gelöst. 30 moderne Bohrspülwerke auf fünf Ebenen sind in Betrieb und somit werden rund 900.000 m³ Sole jährlich gefördert und dafür etwa 100 Mitarbeiter beschäftigt, die zur Hälfte unter Tage arbeiten.

Erstmals wird im 12. Jahrhundert Salzabbau am Gollnbach in Berchtesgaden erwähnt. Im Jahr 1517 wird der Petersberg-Stollen angeschlagen und somit das Salzbergwerk Berchtesgaden durch Fürstpropst Gregor Rainer gegründet. Im 19. Jahrhundert werden Salzbergbau und Saline in die Königliche General-Bergwerks- und Salinenadministration in München eingegliedert.

1816 wurde die Konstruktion der Soleleitung von Berchtesgaden nach Bad Reichenhall geplant und bereits 1817 in Betrieb genommen. 1816 begann auch der Besucherbetrieb im Salzbergwerk für ausgewählte Personen, bevor vier Jahre später der Besucherbetrieb für die Allgemeinheit geöffnet wurde. Die heutige SalzZeitReise mit neuem Besucherzentrum eröffnete 2007. Im Jahr 2017 feiert das Bergwerk sein 500-jähriges Jubiläum.

Tour durch das Bergwerk

Kinder mit Mutter fahren in das Erlebnisberwerk
SalzZeit Erlebnis © SWS AG

Nachdem man mit der Grubenbahn mehr als einen halben Kilometer in den Berg gefahren ist, erreicht man die Salzkathedrale. Dort erwartet die Besucher bereits das erste Highlight – die Holzrutsche, welche 34 Meter lang ist. Im Anschluss gelangt man zur Steinsalzgrotte.

Weitere spannende Stationen sind das Salzlabor, der Blindschacht oder das Bohrspülwerk. Ein abwechselndes Lichtspiel einer Salzleuchte verzaubert die Besucher im magischen Salzraum. Eine Multivisions-Show präsentiert das Leben und die Bedeutung des Salzes für die Menschen.
Besonders schön ist der Spiegelsee. Seinen Namen hat er aufgrund der Deckenspiegelung auf der Wasseroberfläche erhalten. Der See bildet auch den tiefsten Punkt der Besucherführungsstrecke. Eindrucksvoll inszeniert führt eine Floßfahrt über den See.

Eine Besonderheit des Salzbergwerkes Berchtesgaden ist das Dinner im Berg, wo man kulinarisch verwöhnt wird und zugleich alles rund um Salz und Sole erfährt.

Das Salzbergwerk ist nur rund 20 Kilometer von der Stadt Salzburg entfernt und hat ganzjährig geöffnet. Bei konstanten 12 Grad Celsius ist warme Kleidung zu empfehlen.