Museum der Moderne – Kunst hoch über den Dächern Salzburgs

Auf dem Mönchsberg liegt das Museum der Moderne, wo internationale Kunstschätze eindrucksvoll präsentiert werden. Das Museum der Moderne verfügt über zwei Standorte – dem Rupertinum, welches sich in der Salzburger Altstadt befindet und dem 2004 eröffneten Neubau auf dem Mönchsberg. Beschäftigen wir uns näher mit der modernen Kunst auf dem Mönchsberg.

Außenansicht des Museumsgebäudes des Museums der Moderne
Museum der Moderne – CC0 Hans/ Pixabay

Entstehung des Museums

Nach bereits 20-jährigem Bestehen des Rupertinums in der Altstadt wurde nach langer Entscheidungsphase der Bau eines weiteren Museums am Mönchsberg beschlossen. Eine Bürgerliste unter Johannes Voggenhuber setzte sich in den 1980er Jahren für eine Museumsreform sowie für die Weiterentwicklung der lokalen kulturellen Tradition ein. Für ein Museum auf dem Mönchsberg wurde ein internationaler Architekturwettbewerb ausgetragen. Allerdings wurde das Siegerprojekt von Álvaro Siza Vieira aufgrund von diversen Widerständen nie umgesetzt. Zu dieser Zeit stand auch eine Kooperation mit dem Solomon R. Guggenheim Museum in New York zur Debatte, wurde aber von der Salzburger Politik abgelehnt. Erst Landeshauptmann Franz Schausberger schaffte es die notwendige Finanzierung des Museumbaus aufzubringen. In einem weiteren Architektenwettbewerb setzte sich das Projekt der Münchner Architekten Friedrich, Hoff und Zwink durch. Am 23. Oktober 2004 feierte das Museum mit der Ausstellung zum Thema „Vision einer Sammlung“ feierlich die Eröffnung.

Ausstellungen im Museum der Moderne

Auf insgesamt drei Ausstellungsebenen und insgesamt 2.300 m² werden der eigene umfangreiche Sammlungsbesitz sowie große Wechselausstellungen internationaler zeitgenössischer Kunst präsentiert. Mit der Eröffnung des Museums auf dem Mönchsberg wurde die ehemalige Landessammlung Rupertinum ebenso in das neue Konzept des gemeinsamen Museums der Moderne integriert. Mit der Ausrichtung auf zwei Häuser wurde auch der Anspruch höher. Es entstand eine international aufsehenerregende Institution mit großen Präsentationsmöglichkeiten, installativen Arbeiten, umfangreichen Sammmlungsquerschnitten sowie Medienkunst.

Jeden Mittwoch um 18:30 Uhr wird kostenlos eine Führung angeboten, an der maximal 30 Personen teilnehmen können. Neben Gruppenführungen werden auch regelmäßig Workshops und Kunstgespräche für Schüler organisiert.

Architektur

Das Museum am Mönchsberg besticht nicht nur durch die einzigartigen Ausstellungen, sondern auch die Architektur ist ein Highlight. Die verglasten Stiegenhäuser ermöglichen einen Blick auf den Wasserturm aus dem 19. Jahrhundert und die Verkleidung des Außenbaus besteht aus lokalem Marmor vom Untersberg. Die Architektur soll den Besuchern die Schönheit der Natur zeigen und je nach Jahreszeit ein unvergleichliches Bild bieten. Während sich die Außengestaltung extrovertiert zeigt, präsentieren sich die Ausstellungsräume einfach mit neutraler Wandabwicklung. Zwei der drei Ebenen sind mit Kunstlicht gestaltet und die die oberste bekommt natürliches Licht. Auf der dritten Ebene ermöglicht ein breites Fenster den Ausblick auf die Skulpturenterrasse.