Mozart in Salzburg – auf den Spuren des Künstlers

Der berühmteste Sohn der Stadt hat viele Spuren hinterlassen. An jeder Ecke finden sich Sehenswürdigkeiten oder Souvenirs mit Mozartbezug. Die Persönlichkeit wird teils für die verschiedensten Ideen herangezogen; sei es nun für Eisbecher, oder andere Süßigkeiten wie die allseits bekannte Mozartkugel. Ihm wurden aber auch historische Denkmäler gesetzt, die den Stolz der Stadt untermalen und dem Besucher einen tiefen Einblick in Mozarts Zeit in Salzburg liefern.

Mozart – CC0 frosoanders/ Pixabay

Mozart Geburtshaus

Das wohl beeindruckendste Überbleibsel seiner Zeit ist das Mozart Geburtshaus. Es beherbergt eines der meistbesuchten Museen der Welt und gibt auf drei Stockwerken einen Einblick in Mozarts frühe Jahre. Von der Getreidegasse aus beginnen wir eine Reise in die Vergangenheit; erfahren, wie Mozart aufwuchs, wann er zu musizieren begann und erkunden die Beziehung zur Familie und dem weiteren Umfeld, das auf seine spätere Karriere großen Einfluss nahm. Dort sollen bereits die ersten Werke entstanden sein und die historischen Instrumente, wie seine erste Geige, dienen hier als Veranschaulichung, welch breitgefächertes musikalisches Talent bereits in jungen Jahren in ihm steckte.

Mozart-Wohnhaus am Makartplatz

Das zweite von Mozart selbst bewohnte Haus liegt am Makartplatz. Nachdem das Geburtshaus für gesellschaftliche Empfänge zu klein war, zog die Familie 1773 in die großzügigeren Räumlichkeiten. Mozart lebte hier acht Jahre lang, bis er 1781 nach Wien zog.

Im Mozart-Wohnhaus, wo er einst geschätzte 150 Werke verfasste, findet sich heute ein weiträumiges Museum, das neben seinen Ausstellungsstücken wie Originaldokumenten, Porträts und Mozarts Hammerklavier mit wechselnden Sonderausstellungen die Besucher begeistert. Als besonderes Schmankerl erweisen sich die Vorträge und Konzerte, die dort stattfinden.

Das Museum zählt heute zu den meistbesuchtesten der Welt und darf nicht verpasst werden.

Einzuplanender Zeitaufwand: 1,5 Stunden
Gratis-Eintritt mit der Salzburg Card.
Weiterer Tipp: Das Museum ist auch fixer Bestandteil der Mozart City Tour!

Mozart Diner Concerts und City Tour

Den Feinschmeckern bietet sich mit den „Mozart Diner Concerts“ ein besonderes Schauspiel. Hierbei werden sie zurückversetzt in die Zeit Mozarts; wie die Abende damals, im Barocksaal des St. Peter Stiftskellers. Zwischen musikalischen Einlagen wird hier den Gaumenfreuden gefrönt. Bekannte Melodien aus Mozartopern werden von zwei OpernsängerInnen und fünf InstrumentalistInnen dargeboten, während sie sich den auf historischen Rezepten basierten Speisen hingeben. Hier erleben sie das Mozarterbe hautnah.

Diese Institutionen sind aber bei weitem nicht alles, was von Mozart blieb. Neben den Konzertreihen und Namenserben finden sich in der Altstadt mit dem Mozartdenkmal am Mozartplatz oder dem Papagenobrunnen weitere Sehenswürdigkeiten. Der Stadtbummel offenbart einem den Stolz der Stadt.
Wem es zu aufwendig ist, sich selbst auf Erkundungstour zu begeben, dem bietet die „Mozart City
Tour“ die Möglichkeit, auf den Spuren Mozarts zu wandeln. Mit einer Führung durch die Stadt und zu geschichtsträchtigen Orten, wie den Museen und Ausstellungen erfahren sie alles Wissenswerte über den berühmten Komponisten.

Mozartplatz

Ein rechteckiger Platz vor der Neuen Residenz inmitten der Salzburger Altstadt trägt den Namen Mozartplatz. Ursprünglich hatte man mit dem Platz ganz andere Pläne. Anfang des 17. Jahrhunderts holte der Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau den italienischen Baumeister Vincenzzo Scamozzi nach Salzburg.
Der Plan war die Erneuerung des Salzburger Doms sowie die Erweiterung der Alten und Neuen Residenz. Wolf Dietrich ließ 1604 den Hannibalpalast und Bürgerhäuser in der Umgebung abreißen. Es sollte ein Festsaalbau mit Verbindungstrakten zur Neuen Festung entstehen. Dazu kam es jedoch nie und so entstand ein Platz – der ab 1849 sogenannte Mozartplatz.

Mozartdenkmal

Im Zentrum des Platzes befindet sich das Mozartdenkmal von Ludwig Schwanthaler. Im Jahre 1842 wurde die Statue des Komponisten von Johann B. Stiglmaier in Bronze gegossen. Unterstützer der Errichtung einer Statue zugunsten des Wunderkindes war Bayernkönig Ludwig I. Neben dem Marmorsockel, welcher sich heute im Salzburg Museum befindet, spendete er auch eine ansehnliche Summe. Doch so zufällig wie der Mozartplatz aus dem Abbruch von Gebäuden entstand, so wollte es der Zufall, dass das Denkmal nicht planmäßig enthüllt werden konnte.

Bei den Grabungsarbeiten für das Denkmal entdeckte man römische Mosaikböden und deshalb wurde die Einweihung der Statue um ein Jahr nach hinten verschoben.
Am 4. September 1842 war es nun soweit und im Beisein der beiden noch lebenden Söhne Mozarts, Karl Thomas Mozart und Franz Xaver Wolfgang Mozart, wurde das Denkmal enthüllt. Einer seiner Söhne dirigierte eine selbst verfasste Festkantate, um seinen Vater zu ehren. Die Errichtungsarbeiten hat auch Mozarts Frau Constanze mitverfolgt. Leider starb sie wenige Monate vor der feierlichen Enthüllung.
Das Denkmal zeigt Mozart mit einem Rock und langen Mantel. In der linken Hand hält er eine Schriftrolle, in der rechten einen Schreibgriffel. Sein linker Fuß steht auf einem Felsen. Dies soll Heimat symbolisieren.

Mozartsteg

Auch eine Brücke trägt den Namen des berühmten Komponisten. Der Mozartsteg verbindet die Imbergstraße und den Inneren Stein in der Altstadt mit dem Mozartplatz und dem Rudolfskai an der linken Salzachseite. Der Steg steht unter Denkmalschutz.

Mozartwoche und Festival Dialoge

Verwaltet werden die Museen von der Stiftung Mozarteum, die sich der Verbindung des Mozarterbes mit der zeitgenössischen Kultur widmet. Am 27. Januar jeden Jahres veranstaltet sie zu Ehren von Mozarts Geburtstag die Mozartwoche, bei der die besten Mozartinterpreten in 30 Orchester-, Kammer- und Solistenkonzerten klassische und zeitgenössische Musik präsentieren. Neben der Festspielzeit sind die Mozartwochen mit ihren weltweit besten Künstlern ein Publikumsmagnet, der internationale Gäste anzieht.

Ein weiteres Projekt ist das Festival Dialoge, das sich als modernere und innovativere Form der kulturellen Darbietungen von Musik, Tanz, Video und Schauspiel den Klängen Mozarts verpflichtet. Somit sind den neuzeitlichen aber auch klassischen Musikfans zahlreiche Möglichkeiten zum Musikgenuss geboten. Für Salzburger Jungtalente wie renommierten Künstlern bietet die Stiftung Mozarteum mit diversen Veranstaltungen und Konzertreihen Auftrittsmöglichkeiten, die den Besucher tiefer in die Welt von Mozarts klassischen Kompositionen führen.

Mit dem Mozarteum Orchester und der Universität Mozarteum existieren zwei weitere Namenserben, die beide angesehene, selbstständige Salzburger Institutionen sind. Die Universität gehört zu den renommiertesten der Welt und bietet mit 40 Studienrichtungen ein breites Spektrum an Auswahlmöglichkeiten in den Bereichen der Kunst und Musik.