Eisriesenwelt Werfen – kristallklare Schönheit

Höhlensystem und Eispalast auf einer Länge von 42 Kilometern

Die Eisriesenwelt Werfen ist die größte Eishöhle der Erde. Das einzigartige Naturschauspiel liegt im Tennengebirge nahe Werfen. Die mächtigen Eisgebilde und die Naturbelassenheit laden zum Staunen ein.

Eine Besuchergruppe in der Eisschauhöhle bei Werfen im Salzburger Land.
Eisriesenwelt Werfen © Österreich Werbung, Fotograf: Eisriesenwelt

Die Entstehung der Eishöhle

Das Höhlensystem hat eine Länge von mehr als 42 Kilometer. Die Höhle steht unter Denkmalschutz. Rund ein Kilometer ist für Besucher zugänglich. Die Eisriesenhöhle blickt auf eine mehrere tausend Jahre alte Entstehungsgeschichte zurück. Die ersten Spalten und Klüfte im Kalkfelsen sind schon im Zuge der Gebirgshebungen vor etwa 100 Millionen Jahren entstanden. Aufgrund von chemischen Auflösungsvorgängen und Wassererosion wurden über einen Zeitraum von mehreren tausenden Jahren Hohlräume geformt.

Bei der Eisriesenwelt handelt es sich um eine dynamische Eishöhle. Dabei bilden die Höhlengänge und Klüfte eine Verbindung von tiefer zu höher gelegenen Öffnungen. Diese ermöglichen einen Luftzug. Die faszinierenden Eisskulpturen entstehen, wenn im Frühling Schmelzwasser durch Felsritzen in das unterkühlte Höhleninnere gelangt und gefriert. Wegen der Lage im Hochgebirge und des geringen Interesses an Höhlenforschung war die Höhle bis zum Ende des 19. Jahrhunderts unbekannt.

Erst im Jahr 1879 entdeckte der Salzburger Naturforscher Anton von Posselt-Czorich die Eisriesenwelt, indem er alleine etwa 200 Meter weit in die Höhle vorgedrungen ist.

Führungen durch die Welt des Eises

Der Eingang zur Höhle ist 20 Meter breit und 18 Meter hoch. Die Eisriesenwelt beeindruckt mit ihren gewaltigen Dimensionen und den Eispalästen. Diese werden durch die Grubenlampen in wunderschönes Licht getaucht. Der Besuch der Eisriesenwelt ist nur mit erfahrenen Guides möglich.

Eisriesenwelt bei Werfen
Eishöhle © Österreich Werbung, Fotograf: Eisriesenwelt

Eine Führung dauert 75 Minuten und man erfährt etwas über die Geschichte der Höhle sowie viele interessante, wissenschaftliche Fakten. Die Eisriesenwelt hat von Mai bis Oktober geöffnet und ist vor allem in den warmen Sommermonaten ein ganz besonderes Erlebnis.
Startpunkt des Erlebnisses ist das Besucherzentrum im Tal. Von hier aus bestehen zwei Möglichkeiten, um zum Eingang der Höhle zu gelangen.

Entweder man wandert hoch oder man nutzt die steilste Seilbahn Österreichs. Bei schönen, warmen Wetter ist der Besuch aufgrund des Wechsels von warm auf kalt sowie von hell auf dunkel besonders reizvoll. Beeindruckend ist zudem der Panoramablick vom Eingang der Höhle über das Salzachtal.

360-Grad Panoramablick vor der Eishöhle auf die Bergwelt:

Vorbereitungen auf den Besuch der Eisriesenwelt

In der Eishöhle, die von Salzburg aus mit dem Auto in etwa 45 Minuten zu erreichen ist, hat es meistens unter 0°C. Es werden festes Schuhwerk und warme Kleidung empfohlen. Zudem wird eine gute Kondition vorausgesetzt.

Im Inneren der Höhle müssen 134 Höhenmeter über mehrere Treppen überwunden werden. Für Licht sorgen die Grubenlampen, welche die Besucher am Höhleneingang erhalten.

Die Verantwortung für die Kinder übernehmen die Eltern. Für Kinder bis zu einem Alter von drei bis vier Jahren wirkt die Höhle oftmals überfordernd. Hunde sind willkommen, aber aufgrund der vielen Treppen ist es nicht empfehlenswert. In der Höhle gilt Fotografier- und Filmverbot.

Anreise und Lage der Eishöhle

Adresse: Eishohlenstrasse 30, 5450 Werfen
Öffentliche Erreichbarkeit: mit dem Zug bis zum Bahnhof Werfen, danach geht es zur Eisriesenwelt mit dem Linien-Bus täglich zum Eisriesenweltparkplatz / Besucherzentrum.
Karte:

Weitere Informationen über die Eishöhle