Unersetzbare Schätze im Domgrabungsmuseum

Unter dem Dom- und Residenzplatz befindet sich das Domgrabungsmuseum. Das Museum gewährt ihren Besuchern Einblicke in römische Zeiten. Ein Herzstück des Museums sind die archäologischen Grabungsfunde einer römischen Villa. Besonders interessant sind zudem die mittelalterlichen Fundamente und das aufgehende Mauerwerk der Westtürme des spätromanischen Doms.

Statuen der Erz-Bischöfe am Eingangsportal des Salzburger Doms
Eingang Dom zu Salzburg © Österreich Werbung, Fotograf: Diejun

Domgrabungsmuseum im Salzburger Dom

Der Salzburger Dom präsentiert sich mächtig und ist täglich von vielen Menschen umgeben. Die Mauern haben schon vieles gesehen und erlebt im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte. Die Geschichte des Doms reicht bis ins Mittelalter zurück. Bereits unter dem Heiligen Virgil wurde das erste Bauwerk im Jahr 774 errichtet. Von diesem ist heute allerdings nichts mehr vorhanden, aber wer die Treppe hinunter steigt erfährt im Domgrabungsmuseum noch vieles mehr.

Grabungsfunde von römischen Zeiten

Die ältesten Grabungsfunde gehen zurück bis zum späten zweiten und frühen dritten Jahrhundert. Die Funde sind Teile einer römischen Villa. Diese Villa wurde damals auf einem noch älteren Haus errichtet. Weite Teile des Wohnbereiches sowie des Innenhofes sind bis heute noch gut erhalten. Von besonders guter Qualität sind beispielsweise die Mosaikfußböden.

In den Räumen des Museums können die Besucher die mittelalterlichen Fundamente des Mauerwerks der Westtürme des spätromanischen Doms bestaunen. Unter diesem wurden die Reste des sogenannten Hartwigdoms freigelegt, welcher vor 1020 erbaut wurde. Zudem gibt es Teile des Süd- und des Nordturms zu bewundern. Ein Schacht, welcher freigelegt wurde, diente zu Zeiten der Renaissance wahrscheinlich als Käsekeller. Während man beeindruckt die Mauern passiert, fühlt man sich in frühere Zeiten zurückversetzt und man kann sich vorstellen, wie Menschen vor mehreren hunderten Jahren gewohnt und gearbeitet haben.

Der Salzburger Dom

Nach dem Museumsbesuch lohnt sich auch ein Abstecher in den Dom. Dabei wird man beeindruckt sein von der Leistung der Menschen, die dieses Bauwerk mit oft einfachsten Mitteln erbaut haben.

Das Domgrabungsmuseum im Zentrum der Stadt öffnet in den Monaten Juli und August täglich von 9 bis 17 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten öffnet dieses auf Anfrage.