Salzburger Biersuppe – Facetten der Salzburger Küche

Bier als Zutat für die Zubereitung einer Suppe

Salzburgs Küche zeigt sich von den verschiedensten Seiten. Einen wichtigen Einfluss nimmt die zentrale Lage der Handelsstadt, aber auch die Bergbauernküche darf nicht vergessen werden. Die umfangreiche Biervielfalt führte dazu, dass Bier als Zutat in den verschiedensten Speisen zu finden ist. Eine der bekanntesten Speisen ist wahrscheinlich die Salzburger Biersuppe.

Delicious beer cheese soup with croutons and fried bacon on table
Biersuppe © Africa Studio / Fotolia.com

Rezept und Zubereitung Biersuppe

Beschäftigen wir uns zunächst mit der Zubereitung der klassischen Biersuppe. Dafür werden 750 ml Bier (hell), Zucker, 3 Dotter, 2 Scheiben Weißbrot, 3 Gewürznelken, Butterschmalz, Zimtrinde, Zitronenschale und 2 EL Schlagobers benötigt.

Im ersten Schritt werden Bier, Nelken, Zimtrinde, Zucker und Zitronenschale miteinander vermischt und danach lässt man es aufkochen. Anschließend wird der Schaum von der Suppe abgeschöpft, Dotter mit Schlagobers vermischt und langsam in die bestehende Mischung gegossen. Unter Rühren wird die Temperatur langsam gesenkt und alles soll noch etwas köcheln bis die gewünschte Konsistenz erreicht wird.

Danach wird Brot in kleine Stücke geschnitten und in zerlassenem Schmalz knusprig geröstet. Im letzten Schritt werden die Brotwürfel auf die Suppe gegeben und die Suppe kann genossen werden.

Die Salzburger Küche hat verschiedene Gesichter

In Salzburg spielt einerseits die Hofküche eine wichtige Rolle, andererseits darf die Bedeutung der einfachen Bergbauernküche nicht vergessen werden. Als der bedeutendste Vertreter der Salzburger Hofküche zählt Conrad Hagger, der mit „Florenz des Nordens“ in den Jahren 1718/19 eines der zentralen deutschen Kochbücher verfasste.

Rund sechzig Prozent der Landesfläche des Bundeslandes Salzburg liegt über 1.200m und so spielt die Bergbauernküche eine wichtige Rolle. Die zentrale Lage der Handelsstadt Salzburg brachte Salzburg schon relativ früh die „Große Küche“, seit diesem Zeitpunkt erhielt Salzburg den Ruf eine der feinsten in ganz Österreich zu sein. Die Grundlage stellen meist einfache Produkte oder Rezepte dar, allerdings wussten die Menschen in Salzburg die Gerichte auf die verschiedenste Weise zu verfeinern und zu variieren.

Der Pinzgau wird beispielsweise für seine Krebsezuchten geehrt. Die vier Salzburger Gebirgsgaue – Pongau, Pinzgau, Tennengau und Lungau – stehen auch heute noch größtenteils im Zeichen der Almwirtschaft. In diesen Gebieten haben Gerichte wie Brennsuppe, Pinzgauer Nocken, Kaspressknödel oder Almböllan ihren Ursprung.

Milchverarbeitung

Werfen wir nun einen Blick auf die Milchverarbeitung im Salzburger Land. Hier liegt der Schwerpunkt auf Hart- und Halbhartkäsen, weil die Sommermilch die Grundlage für die Winternahrung im Tal schuf. Dies begünstigte die Produktion und die Käsen waren länger haltbar. In den Gebirgsgauen Lungau und Pongau ist auch die Ziegenkäserei eine wichtige Tradition.

Fischerei

Neben der Milchverarbeitung spielt auch die Fischerei eine wichtige Rolle, vor allem in den Salzkammergutseen. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich Fische wie Reinanke, Saibling, Waller oder Lachsforelle. Als guter Tipp für Feinschmecker gilt der Fischmarkt auf der Salzburger Schranne

Mehlspeisen

Spricht man von Salzburger Küche darf man natürlich nicht auf die Mehlspeisen vergessen. Die 1890 vom Salzburger Konditormeister Paul Fürst erfundenen Mozartkugeln sind fast so berühmt wie ihr Namensgeber. Mehr über die Mehlspeiskultur und über die Herstellung der traditionellen Salzburger Nockerln erfährt man hier.