Almbachklamm in den Berchtesgadener Alpen

ein Tal zwischen Maria Gern und Ettenberg

Die Almbachklamm ist ein enges Tal zwischen Maria Gern und Ettenberg und zugleich ein wunderbares Ausflugsziel. Neben der Vielzahl an Pflanzen und Tieren beeindruckt der Sulzer Wasserfall und die Felswände der Klamm die Besucher.

Wasserfall in der Almbachklamm
Almbachklamm © serkat Photography / Fotolia.com

Alles hat mit Ende der letzten Eiszeit begonnen

Die Entstehung des Almbachklamms liegt etwa 15.000 Jahre zurück. Ende der letzten Eiszeit führte das Abschmelzen der Gletscher gemeinsam mit dem Niederschlagswasser zur Trennung der Landoberflächen von Ettenberg und Maria Gern. Der Almbach erreicht über einen Wasserfall aus dem Hochtal die Berchtesgadener Ache als Seitenbach. Im Anschluss begann der Bach sich immer tiefer einzuschneiden.

Wenn man die Gesteine der Almbachklamm näher betrachtet, ist zu erkennen, dass Kalk und Dolomit überwiegen. Die stärkste Verbreitung im Klammbereich weist der helle Ramsaudolomit auf. Der Ramsaudolomit weist ähnliche Züge wie der Kalk auf, besitzt aber einen höheren Anteil an Magnesium. Dies macht ihn hart und spröde und verhindert zugleich seine Verkarstung. Der Dolomit ist allerdings anfällig für mechanische Verwitterung. Wasser hat beispielsweise die Kraft das Gestein zu sprengen und so bildet sich Schutt.

Die Tier- und Pflanzenwelt ist in der Almbachklamm sehr vielfältig. Es treffen tiefere Lagen und Hochgebirge auf engstem Raum aufeinander. So findet man in kürzester Entfernung einen feucht-kühlen Schluchtwald mit Esche und Bergahorn gleich neben sonnig-wärmeliebenden Schneeheide- und Kiefernwäldern. In feuchten Felsspalten sind beispielsweise nur noch Algen und Moose vorzufinden. In der Klamm tummeln sich auch diverse tierische Bewohner. So kann man zahlreiche Insekten und Schmetterlingsarten beobachten. An regnerischen, nebligen Tagen begegnet man möglicherweise dem Feuersalamander.

Der Sulzer Wasserfall in der Almbachklamm

Der Sulzer Wasserfall hat eine Fallhöhe von 114 Metern und ist somit der elfthöchste Wasserfall in Deutschland. Entstehen konnte der Wasserfall durch rückschreitende Erosion des Almbaches an der Südflanke des Untersberges. An der Stelle des Wasserfalls mündet der Sulzbach in den Almbach. Dabei stürzt das Wasser in fünf Kaskaden in die Tiefe.

Wandern durch die Klamm

Durch die Almbachklamm führt ein rund drei Kilometer langer Wanderweg. Der Weg wurde im Jahr 1894 von Soldaten der Kompanie des Ingolstädter Pionierbataillons angelegt. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die am Ausgang der Klamm zu findende Marmorkugelmühle. Diese wird durch Wasserkraft angetrieben und ist die letzte noch produzierende Steinkugelmühle in Deutschland. Im oberen Teil der Klamm findet man eine 14 Meter hohe Staumauer vor, die früher zur Beförderung von Holzstämmen durch die Schlucht genutzt wurde.

Der Weg durch die Klamm ist von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet. Von Ettenberg ausgehend ist die Klamm frei zugänglich – beim Ein- und Ausgang Hammerstiel wird eine Gebühr erhoben. Während der Winterzeit ist die Almbachklamm wegen Lawinengefahr und Eisglätte gesperrt.

Anreise und Lage der Klamm

Die Klamm ist mit dem Auto von Salzburg aus in etwa 30 Minuten zu erreichen, von der Untersbergbahn in Grödig lediglich 10 Minuten entfernt. Somit kann man dies perfekt kombinieren.

Adresse: 83487 Marktschellenberg, Deutschland
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