Advent und Weihnachten in Salzburg

Brauchtum, Christkindlmarkt und Märchenwelt – eine bezaubernde Jahreszeit

Winterzeit bedeutet in Salzburg auch zugleich Adventszeit. Die Stadt gehört mit seinen Märkten und Brauchtümern zu den aufregendsten Austragungsorten dieser Tradition. Sie ist der Ursprungsort des Adventsingens und des Liedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!“, beherbergt den weltberühmten Salzburger Christkindlmarkt rund um den Dom und veranstaltet Krampus- und Perchtenläufe – Salzburg verwandelt sich in dieser bezaubernden Jahreszeit in eine Märchenwelt und zieht die Besucher in seinen Bann.

Abend am Christkindlmarkt Salzburg auf dem Domplatz.
Weihnachtsmarkt © Österreich Werbung, Fotograf: Bryan Reinhart

Der Salzburger Christkindlmarkt

Die Stimmung dieser Zeit wird vorwiegend durch die Märkte geprägt; ganz besonders vom weltberühmten Salzburger Christkindlmarkt am Dom- und Residenzplatz. Er wird jährlich am Donnerstag vor dem ersten Adventsonntag mit einer feierlichen Zeremonie eröffnet und schließt seine Tore am 26. Dezember.

Die berauschenden Düfte des Weihrauchs und der Gaumenfreuden, die der Markt bietet, schweben in der Luft des Areals aus Holzhütten, überspannt von einem Lichtermeer, an dessen Ende ein großer, reich geschmückter Weihnachtsbaum steht.

Als einer der ältesten Adventsmärkte der Welt, zurückgehen auf das 15. Jahrhundert, bietet er vom Glühwein und Punsch über österreichische Spezialitäten, bis hin zu Geschenken und diversen Veranstaltungen, wie dem Salzburger Turmblasen; und nicht zu vergessen, ein einzigartiges Flair, das jährlich unzählige Besucher anlockt.

Weitere Adventsmärkte in der Weihnachtszeit

Wen die Musikhauptstadt wegen seiner wunderbaren Töne angelockt hat, sollte auch den kleineren Adventsmarkt am Mirabellplatz besuchen. Beinahe jeden Abend vollenden regionale Musikgruppen das Ambiente und fügen den weihnachtlichen Düften und visuellen Eindrücken eine melodische Note hinzu.

Im Schloss Hellbrunn findet zugleich der Hellbrunner Adventszauber statt. Der Innenhof des Schlosses beherbergt über 400 Nadelbäume, die mit 13.000 roten Kugeln und Lichterketten geschmückt sind, und verwandelt sich in eine weihnachtlich-romantische Kulisse. Sechs weitere Adventmärkte gibt es in Salzburg zu bestaunen, welche die Stadt zum weihnachtlichen Rundumvergnügen machen. Nur der Festungsadvent in der Festung Hohensalzburg fällt aufgrund baulicher Maßnahmen dieses Jahr aus.

Krampus- und Perchtenläufe

Die alpenländische Tradition, in der maskierte und pelzige Kreaturen tanzend und stampfend durch die Stadt marschieren, lässt mit seinen ohrenbetäubenden Glockenklängen niemanden kalt. Zu unterscheiden sind hierbei der Krampus als Gehilfe des Gabenbringer Nikolaus und der Percht, der als alpenländischer Brauch dem Verscheuchen böser Wintergeister dient. Längst gehören sie aber zu den Brauchtümern, die von internationalen Besuchern aufgesucht und bestaunt werden. Die Krampus- und Perchtenläufe entsprechen zwar nicht den besinnlichen Freuden der Weihnachtszeit, aber sind als Teil der Vorweihnachtszeit ein unvergessliches Erlebnis.

Salzburger Adventsingen

Das weit besinnlichere Salzburger Adventsingen entführt das Publikum in eine Umgebung frei von Hektik und präsentiert sich als weiteres musikalisches Highlight dieser Stadt. 1946 von Toni erfunden, wurde damit ein völlig neues Genre erschaffen. Im Großen Festspielhaus bringen 150 Musikanten, Schauspieler und Hirtenkinder altes Sing- und Musiziergut auf die Bühne. Teil dieser Aufführungen sind alpenländische Weisen, Bräuche und szenischen Botschaften. Jährlich wird ein anderes Thema als Leitmotiv gewählt, um dieses dem Publikum zu präsentieren.

Ausstellungen zu Weihnachten

Wer noch mehr über Traditionen und die Weihnachtszeit erfahren möchte, sollte das ganzjährig
geöffnete Weihnachtsmuseum am Mozartplatz besuchen. Zudem veranstaltet das Spielzeugmuseum eine saisonale und umfangreiche Adventausstellung inklusive interaktiver Veranstaltungen, wie einem gemeinsamen Adventkranzbinden. Nicht zu verachten sind auch die handgefertigten Krippen, die in den verschiedenen Kirchen ausgestellt werden, weil dies ebenso eine Tradition seit dem 18. Jahrhundert darstellt. Und in der Residenzgalerie im Domquartier kann die Weihnachtsgeschichte anhand von Gemälden des 16. – 19. Jahrhunderts erlebt werden.